Mörder des ehemaligen Duma-Abgeordneten Woronenkow tot, nach seinem Komplizen wird gefahndet

Mörder des ehemaligen Duma-Abgeordneten Woronenkow tot, nach seinem Komplizen wird gefahndet
Mörder des ehemaligen Duma-Abgeordneten Woronenkow tot, nach seinem Komplizen wird gefahndet
Laut Polizeiangaben wurde der Mann, der am Donnerstagvormittag den ehemaligen Duma-Abgeordneten Denis Woronenkow in Kiew erschossen hat, als Bürger der Ukraine identifiziert. Während des Vorfalls wurde er schwer verletzt und starb an einer Kopfschusswunde in einem Krankenhaus. Im Hinblick auf die Aktivitäten des Opfers vermute die Polizei einen Auftragsmord.

Der Berater des Chefs des ukrainischen Innenministeriums, Anton Geraschtschenko, gab bekannt, dass man zurzeit nach dem Komplizen des Killers fahndet. Er soll der an der Anstiftung des Mordes beteiligt gewesen sein. Weitere Information zur Ermittlung werde geheim gehalten, damit der zweite mutmaßliche Täter nicht eliminiert wird.

Ukrainischer Generalstaatsanwalt verdächtigt Janukowitsch des Landesverrats

Der ukrainische Generalstaatsanwalt Jurij Luzenko hat bei einer Pressekonferenz zwei Versionen des Mordes am ehemaligen Duma-Abgeordneten Denis Woronenkow erläutert. „Mittlerweile werden als vorläufige Versionen ein Mord am Zeuge zum Fall Janukowitsch sowie ein Mord im Fall zum Schmuggel des russischen Geheimdienstes FSB“ untersucht, so der Beamte. Er fügte hinzu, dass Woronenkow unter Schutz der ukrainischen Aufklärung gestanden habe, zu der auch sein verletzter Leibwächter gehört. Ein Unbekannter hat am Donnerstagmittag den ehemaligen Abgeordneten der russischen Staatsduma, Denis Woronenkow, erschossen. Der Gewaltakt geschah vor dem Gebäude des Hotels „Premier-Palast“ in der ukrainischen Hauptstadt.

Zwei ehemalige Dumaabgeordnete, Denis Woronenkow und seine Ehefrau Maria Maksakowa, zogen im Jahr 2015 aus Russland in die Ukraine um und bekamen dort eine neue Staatsbürgerschaft. Woronenkow begründete diesen Schritt mit politischen Motiven. Das Ermittlungskomitee Russlands erklärte es anders – der Politiker wollte sich einer Strafuntersuchung wegen feindlicher Übernahme eines Baus in Moskau  entziehen. Nach dem Umzug kommentierte Woronenkow die Politik in seinem früheren Heimatland und machte Aussagen bei der ukrainischen Generalstaatsanwaltschaft gegen den ukrainischen Ex-Präsdienten, Wiktor Janukowitsch.