Beispiellos: ESC-Veranstalter schlagen Live-Übertragung von Samoilowas Auftritt aus Russland vor

Beispiellos: ESC-Veranstalter schlagen Live-Übertragung von Samoilowas Auftritt aus Russland vor
Die Sängerin Julia Samoilowa könnte am Musik-Wettbewerb Eurovision auch aus der Ferne teilnehmen. Das erklärte die Europäische Rundfunkunion EBU. „Mit Rücksicht darauf, dass die Ukraine ihr Verbot beibehalten kann und wir den ESC apolitisch halten wollen, hat die EBU nach einer Lösung gesucht. Wir haben dem Perwy Kanal einen beispiellosen Vorschlag gemacht, Julia eine Chance zu geben, trotzdem am Wettbewerb teilzunehmen und mit ihrem Song live aufzutreten“, heißt es im EBU-Bericht.

Laut dem Bericht ist es das erste Mal in der 60-jährigen Eurovision-Geschichte, dass ein ESC-Teilnehmer solch einen Vorschlag bekommt. Der ukrainische Sicherheitsdienst hatte am Mittwoch ein dreijähriges Einreiseverbot gegen Julia Samoilowa verhängt. Das hat die Sprecherin der Behörde, Jelena Gitljanskaja, auf ihrer Facebook-Seite geschrieben. "Die Entscheidung wurde aufgrund der Informationen über einen Verstoß gegen die ukrainischen Gesetzgebung [durch Julia Samoilowa] getroffen", hieß es in der Erklärung.

Julia Samoilowa, die als russische Teilnehmerin am ESC vorgesehen war, am Moskauer Flughafen; 16. März 2017

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