Die Ukraine nennt zwei Versionen des Mordes an Denis Woronenkow

Die Ukraine nennt zwei Versionen des Mordes an Denis Woronenkow
Die Ukraine nennt zwei Versionen des Mordes an Denis Woronenkow
Der ukrainische Generalstaatsanwalt Jurij Luzenko hat bei einer Pressekonferenz zwei Versionen des Mordes am ehemaligen Duma-Abgeordneten Denis Woronenkow erläutert. „Mittlerweile werden als vorläufige Versionen ein Mord am Zeuge zum Fall Janukowitsch sowie ein Mord im Fall zum Schmuggel des russischen Geheimdienstes FSB“ untersucht, so der Beamte. Er fügte hinzu, dass Woronenkow unter Schutz der ukrainischen Aufklärung gestanden habe, zu der auch sein verletzter Leibwächter gehört.

Unbekannte haben am Donnerstagmittag den ehemaligen Abgeordneten der russischen Staatsduma, Denis Woronenkow, erschossen. Der Gewaltakt geschah vor dem Gebäude des Hotels „Premier-Palast“ in der ukrainischen Hauptstadt. Der Polizeichef von Kiew, Andrej Krischtschenko, bestätigte den Tod des Politikers. In diesem Zusammenhang bestellte der ukrainische Präsident Petro Poroschenko den Leiter des Sicherheitsdienstes der Ukraine, Wassyl Hryzak, ein.

Ukrainischer Generalstaatsanwalt verdächtigt Janukowitsch des Landesverrats

Zwei ehemalige Dumaabgeordnete, Denis Woronenkow und seine Ehefrau Maria Maksakowa, zogen im Jahr 2015 aus Russland in die Ukraine um und bekamen dort eine neue Staatsbürgerschaft. Woronenkow begründete diesen Schritt mit politischen Motiven. Das Ermittlungskomitee Russlands erklärte es anders – der Politiker wollte sich einer Strafuntersuchung wegen feindlicher Übernahme eines Baus in Moskau  entziehen. Nach dem Umzug kommentierte Woronenkow die Politik in seinem früheren Heimatland und machte Aussagen bei der ukrainischen Generalstaatsanwaltschaft gegen den ukrainischen Ex-Präsdienten, Wiktor Janukowitsch.