US-Gericht erkennt GIF-Bild als Waffe an

US-Gericht erkennt GIF-Bild als Waffe an
US-Gericht erkennt GIF-Bild als Waffe an
Das Geschworenengericht des US-Bundesstaates Texas hat einen Einwohner des US-Bundesstaates Maryland wegen schwerer Körperverletzung angeklagt. Nach Ansicht der Jury soll der Täter dabei eine tödliche Waffe genutzt haben. Wer dabei an eine blanke oder Schusswaffe denkt, liegt falsch. Denn auch aggressiv blinkende GIF-Bilder können todbringend sein. Zum Beispiel, wenn das Opfer an Epilepsie leidet.

Wie das Nachrichtenblog Gizmodo berichtet, hat sich das schwere Verbrechen im Dezember 2016 ereignet. Ein gewisser John Rivello aus Maryland schickte dem Newsweek-Journalisten Kurt Eichenwald einen Tweet, dem er ein blinkendes GIF-Bild beilegte. Der Text der Botschaft lautete: „Du hast einen Anfall für deine Posts verdient.“ Als der an Epilepsie leidende Reporter die Datei öffnete, erlitt er in der Tat einen Anfall. Zum Glück konnte der ohnmächtige Mann rechtzeitig entdeckt werden. Die Polizei nahm den 29-jährigen Täter fest. Auf seinem Computer wurden mehrere aggressiv blinkende GIF-Dateien entdeckt. Dabei konnten die Ermittler mit Hilfe der Browsing-Geschichte nachweisen, dass John Rivello versucht hatte, dem Wikipedia-Artikel über Kurt Eichenwald ein Todesdatum hinzuzufügen - den Tag, an dem er das Bild verschickt hatte.

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Bekanntlich können animierte Bilder mit einem schnellen Wechsel von Farben epileptische Anfälle auslösen. Eben aus diesem Grund wurde die 38. Episode der beliebten Pokémon-Serie im deutschen Fernsehen nicht ausgestrahlt. Nach ihrer Premiere in Japan erlitten bis zu 685 Kinder ab drei Jahren einen epileptischen Anfall und mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden.