Fleischexport aus Brasilien um 99,9 Prozent zurückgegangen

Fleischexport aus Brasilien um 99,9 Prozent zurückgegangen
Fleischexport aus Brasilien um 99,9 Prozent zurückgegangen
Der bisher größte Lieferant von Rindfleisch und Geflügel in der Welt muss nach dem jüngsten Gammelfleisch-Skandal die ersten Verluste abrechnen. Am 20. März belief sich der brasilianische Umsatz von Fleisch auf lediglich 74.000 US-Dollar im Vergleich zum durchschnittlichen Wert von 63 Millionen US-Dollar pro Tag im Vorjahr. Das berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung aus das Handelsministerium Brasiliens. Somit musste das Land einen Exportrückgang von 99,9 Prozent einräumen.

Seit dem 17. März ist Brasilien mit einem unerwarteten Problem konfrontiert, das den globalen Fleischmarkt zu erschüttern droht. An diesem Tag hat die Polizei von einer Großrazzia gegen so genannte Fleischpanscher berichtet. Bei der Operation mit dem Codenamen "Carne Fraca" (zu Deutsch "Schwaches Fleisch" bzw. Gammelfleisch) wollte man Unternehmen entlarven, die minderwertiges Fleisch vertrieben hatten, das nicht den Qualitätsstandards entsprach. In diesem Zusammenhang flogen insgesamt 29 Firmen auf.

Der Fleischskandal droht den mühevollen Erholungsprozess Brasiliens nach der Wirtschaftskrise mit einem Mal wieder zunichtezumachen. Aber auch andere lateinamerikanische Staaten befürchten Folgeschäden.

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