Ukrainischer Sicherheitsdienst verbietet Einreise der russischen Eurovision-Teilnehmerin Samoilowa

Ukrainischer Sicherheitsdienst verbietet Einreise der russischen Eurovision-Teilnehmerin Samoilowa
Julia Samoilowa und ihr Mann im Flughafengebäude von Moskau-Scheremetjewo
Der ukrainische Sicherheitsdienst hat ein dreijähriges Einreiseverbot gegen die vorgesehene russische Eurovision-Teilnehmerin Julia Samoilowa verhängt. Das hat die Sprecherin der Behörde, Jelena Gitljanskaja, auf ihrer Facebook-Seite geschrieben. "Die Entscheidung wurde aufgrund der Informationen über einen Verstoß gegen die ukrainischen Gesetzgebung [durch Julia Samoilowa – RT] getroffen", hieß es in der Erklärung.

Am Vortag wurde bekannt, dass der Sicherheitsdienst der Ukraine ein Dokument vorbereitet hatte, welches es Samoilowa verbieten soll, ins Land einzureisen. "Zu diesem Zeitpunkt gibt es noch keine Entscheidung über ein Einreiseverbot für sie, aber ich will ein Geheimnis enthüllen: ein entsprechendes Dokument wurde schon vorbereitet", erklärte der Leiter der Behörde, Wassyl Hryzak. Vor einer Woche fing man an, darüber zu spekulieren, dass der Sängerin die Einreise in die Ukraine verweigert werden könnte, weil sie früher auf der Halbinsel Krim aufgetreten sei.

Der Veranstalter EBU übt sich angesichts der ukrainischen Drohungen gegen Russlands designierte ESC-Starterin Julia Samoilowa in der Kunst, nicht aufzutauchen. Unterdessen sehen sich selbst erfahrene Ukraineversteher in den Mainstreammedien in Erklärungsnöten bezüglich Kiews Vorgehens.

Dies bezeichneten die ukrainischen Behörden als ein widerrechtliches Überqueren der Staatsgrenze. Der ukrainische Abgeordnete Anton Geraschtschenko schlug auch vor, sie in die Ukraine einreisen zu lassen und dann vor Ort zur Rechenschaft zu ziehen.

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