Polen verschärft Migrationspolitik wegen Wirtschaftsflüchtlingen aus der Ukraine

Polen verschärft Migrationspolitik wegen Wirtschaftsflüchtlingen aus der Ukraine
Polen verschärft Migrationspolitik wegen Wirtschaftsflüchtlingen aus der Ukraine
Auf die Initiative von Innenminister Mariusz Błaszczak hat der Ministerrat Polens das Dokument „Polnische Migrationspolitik“ außer Kraft gesetzt, weil dieses „nicht den Problemen nachkommt, mit denen das Land konfrontiert wird“, meldet vesti-ukr.com. „Es hat die Migrationskrise, mit der Europa zu tun hat, nicht berücksichtigt,“ so der Politiker. Sein Stellvertreter, Jakub Skiba, betonte dabei, dass Polen beginnen sollte, zwischen Asylsuchenden und Wirtschaftsflüchtlingen zu unterscheiden.

Allerdings kann der Migrantenzustrom eine Wirtschaft auch positiv beeinflussen, dafür ist auch Deutschland ein Beispiel. Über 80 Prozent deutscher Unternehmen mit Arbeitsleistungen von Flüchtlingen sind mit mit ihnen "weitgehend oder vollkommen" zufrieden. Das geht aus einer Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) hervor. Das Dokument ist am Dienstag publik gemacht worden.

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Die Behörden haben für ihre Studie 2.200 deutsche Unternehmen befragt. Nach OECD-Angaben haben diese Firmen in den letzten zwei Jahren 3.800 bis 7.000 Migranten ein. Laut Ergebnissen der Studie hatten die meisten Arbeitgeber in Deutschland "wenige oder gar keine Schwierigkeiten mit den eingestellten Flüchtlingen". Dabei ist es für 70 Prozent der Firmen vorstellbar, auch in Zukunft Asylbewerber einzustellen.

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