IWF setzt Wirtschaftshilfe für Kiew vorübergehend von der Tagesordnung ab

IWF setzt Wirtschaftshilfe für Kiew vorübergehend von der Tagesordnung ab
IWF setzt Wirtschaftshilfe für Kiew vorübergehend von der Tagesordnung ab
Der Vorstand des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat die Besprechung des ukrainischen Antikrisenprogramms vorübergehend aufgeschoben, berichtet die Nachrichtenagentur TASS. Die Beratung sollte ursprünglich am Montag, dem 20. März, stattfinden. Einige Experten brachten die IWF-Entscheidung, die Gespräche über eine weitere Kreditlinie für Kiew auf Eis zu legen, mit der Wirtschaftsblockade gegen den Donbass in Verbindung.

Nachdem der ukrainische Präsident am 16. März einen Erlass über die komplette Blockade der nicht anerkannten Republiken Donezk und Lugansk unterzeichnet hatte, erklärte der Finanzminister Alexander Daniljuk, dass das Land deswegen bis zu zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes einbüßen könnte. Aus diesem Grund dürfte der IWF es für sinnvoll halten, die makroökonomische Prognose für die Ukraine neu zu berechnen. Ursprünglich hatte der IWF Kiew eine Kredittranche in Höhe von einer Milliarde US-Dollar in Aussicht gestellt, wenn das von der Ukraine vorgelegte Antikrisenprogramm den Vorstand der Institution zufriedengestellt hätte.

Radikale Nationalisten vor der Sberbank in Kiew am 13. März 2017.

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