Papst Franziskus hält Fabrikschließungen und Personalentlassungen für Sünde

Papst Franziskus hält Fabrikschließungen und Personalentlassungen für Sünde
Papst Franziskus hält Fabrikschließungen und Personalentlassungen für Sünde
Bei einem öffentlichen Auftritt vor Tausenden Gläubigen auf dem Petersplatz im Vatikan ist Papst Franziskus von seiner vorgefassten Rede abgewichen, berichtet BBC. Der Heilige Vater zeigte sich über die Situation in dem italienischen Büro des Fernsehsenders Sky besorgt, wo zurzeit signifikante Personalkürzungen im Gange sind. Dem Pontifex zufolge seien Fabrikschließungen und Personalentlassungen eine sehr ernsthafte Sünde.

„Jeder, der mit Hilfe von nicht ganz transparenten wirtschaftlichen Tricks und Deals Betriebe und Unternehmen schließt sowie Menschen arbeitslos macht, begeht eine sehr ernsthafte Sünde“, erklärte Papst Franziskus. „Die Arbeit verleiht uns das Selbstwertgefühl. Die Verantwortungsträger sollen ihr Bestes tun, damit jede Frau und jeder Mann arbeiten, mit erhobenem Haupt durch das Leben gehen und den anderen Menschen mit Selbstwertgefühl in die Augen blicken kann.“

Der Papst ist in vielerlei Hinsicht bahnbrechend: Er ist der erste lateinamerikanische Papst, der erste nicht-europäische Papst seit mehr als tausend Jahren und der erste Papst von der katholischen Ordensgemeinschaft Gesellschaft Jesu (Jesuiten).

Papst Franziskus übt an dem Kapitalismus ziemlich oft Kritik. Der Heilige Vater sieht im Geldkult und in der steigenden Ungleichheit eine Gefahr. Viele Gegner des Papstes nennen ihn deswegen sogar einen Marxisten. Er selbst will aber keine Sympathien für das kommunistische Gedankengut empfinden.

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