Gleiche Rechte für Fluss und Mensch: Neuseeland behandelt Whanganui River als Person

Gleiche Rechte für Fluss und Mensch: Neuseeland behandelt Whanganui River als Person
Gleiche Rechte für Fluss und Mensch: Neuseeland behandelt Whanganui River als Person
Der Whanganui River ist das weltweit erste Gewässer, das dieselben Rechte genießt, wie ein normaler Mensch, schreibt die britische Zeitung Guardian. Die Urbevölkerung des Inselstaates forderte von dem Parlament seit 140 Jahren, den Strom dem Menschen gleichzusetzen. „Wir halten den Fluss für unseren Ahnen. Er und wir sind ein Ganzes“, erklärte der Maori-Sprecher Gerrard Albert gegenüber dem Blatt.

Der neue Status des Whanganui River bedeutet, dass ein ihm zugefügter Schaden vor Gericht wie ein Schaden gegenüber der Maori-Gemeinde behandelt werden soll. Dem drittgrößten Fluss Neuseelands stehen zwei Vormunde zur Verfügung: einen stellt die Regierung, den anderen die Gemeinde. Die Gleichberechtigung für den Fluss ist am 15. März in Kraft getreten. Das war der langwierigste Prozess in der Geschichte der neuseeländischen Justiz, schreibt der Guardian. Nun können auch andere indigene Stämme das Parlament auffordern, ihre heiligen Stätten dem Menschen gleichzusetzen.

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