Waffen-SS-Parade in Riga: Lettische Polizei nimmt fünf Menschen fest

Waffen-SS-Parade in Riga: Lettische Polizei nimmt fünf Menschen fest
Waffen-SS-Parade in Riga: Lettische Polizei nimmt fünf Menschen fest
Die lettische Polizei hat bei der alljährlichen Waffen-SS-Parade am Donnerstag in Riga fünf Aktivisten in Gewahrsam genommen, berichtet ein Korrespondent der Nachrichtenagentur RIA Nowosti vor Ort. Alle Festgenommenen waren Gegner des traditionellen Umzuges. An dem Marsch der Waffen-SS-Veteranen beteiligten sich mehrere Hundert Menschen.

Sie trugen Staatsfahnen von Lettland, Litauen und Estland. Einige hielten Poster mit durchkreuzten Porträts von Adolf Hitler und  Josef Stalin. Zu sehen waren auch Transparente mit der Aufschrift „Wir sagen Nein zu dem Nazismus und dem Kommunismus“. Gleichzeitig fanden in Riga mehrere Anti-Faschisten-Demos statt.

Massenerschießungen von Zivilisten auf Befehl des Wehrmachtgenerals Adolf Heusinger in der Oryol-Region während des Überfalls auf die Sowjetunion, August 1942. Heusinger machte nach dem Krieg Karriere bei NATO und Bundeswehr.

Jeweils am 16. März findet in Riga eine Demonstration der ehemaligen Mitglieder der SS-Freiwilligen-Legion statt. An diesem Tag im Jahr 1944 leisteten sich die lettischen Nazi-Truppen und die Rote Armee unweit des Flusses Welikaja ihr erstes Gefecht. Der SS-Freiwilligen-Legion gehörten insgesamt 150.000 Letten an. Nach der Loslösung von der UdSSR im Jahr 1990 wurde dieses Datum in Lettland zum Gedenktag der SS-Veteranen. Von 1998 bis 1999 wurde er offiziell begangen. Infolge einer scharfen Kritik von Seiten Russlands und Europas musste der 16. März von der Liste der offiziellen Gedenkdaten gestrichen werden.

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