Südkorea nennt Stichtag der vorgezogenen Neuwahlen

Südkorea nennt Stichtag der vorgezogenen Neuwahlen
Südkorea nennt Stichtag der vorgezogenen Neuwahlen
Die vorgezogenen Präsidentschaftswahlen in der Republik Korea finden am 9. Mai statt. Diese Entscheidung wurde bei einer Regierungssitzung gefasst, teilt Reuters mit. Der derzeitige Ministerpräsident Hwang Kyo-ahn, der seit Dezember 2016 die Amtsgeschäfte des Präsidenten ausübt, wird jedoch nicht für den Posten des Staatsoberhauptes kandidieren.

Am 10. März hatte das Verfassungsgericht Südkoreas der Amtsenthebung von Präsidentin Park Geun-hye zugestimmt. Dadurch verlor sie auch ihre Immunität. Nun droht der Politikerin ein Strafverfahren wegen Korruption. Für den Eklat hatte die engste Vertraute der Präsidentin, Choi Soon-sil, gesorgt. Obwohl sie kein Amt in der südkoreanischen Regierung bekleidete, hatte sie Reden für die suspendierte Staatschefin mitverfasst und womöglich Großunternehmen erpresst. Das Gericht in Seoul sah es als erwiesen an, dass Park Geun-hye es zugelassen hatte, dass ihre Freundin sich in die inneren Angelegenheiten der Regierung einmischte und dabei eigene Interessen verfolgte.

Drei Menschen sterben in Seoul bei Kundgebungen wegen Amtsenthebung von Präsidentin Park Geun-hye (Symbolbild)

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