Türkische Familienministerin beschwert sich über „unmenschlichen“ Umgang in Holland

Türkische Familienministerin beschwert sich über „unmenschlichen“ Umgang in Holland
Türkische Familienministerin beschwert sich über „unmenschlichen“ Umgang in Holland
Die türkische Ministerin für Familien- und Sozialpolitik, Fatma Betül Sayan Kaya, hat sich gleich nach der Ankunft in Istanbul über einen groben Umgang gegenüber den Mitgliedern ihrer Delegation vonseiten der niederländischen Polizei in Rotterdam beschwert. „Als Ministerin besitze ich einen Diplomatenpass. Ich wollte mich auf dem Gelände des Generalkonsulats mit in den Niederlanden lebenden türkischen Bürgern treffen. Laut Völkerrecht braucht man dafür keine Genehmigung“, sagte die Politikerin.

„Ein provisorischer Geschäftsträger der Türkei, der eigentlich den Rang eines Botschafters hat, wurde in Gewahrsam genommen. Außerdem wurden fünf meiner Leibwächter festgenommen. Die niederländischen Polizisten führten uns aus dem Wagen, um uns dann auf ein Polizeirevier an der Grenze zu Deutschland zu befördern. Wir saßen dort anderthalb Stunden fest. Wir wurden grob und hart behandelt“, zitiert die Nachrichtenagentur Anadolu die Politikerin. Fatma Betül Sayan Kaya hat die internationale Gemeinschaft aufgerufen, die Vorgehensweise der niederländischen Behörden zu verurteilen.

AKP-Anhänger versammeln sich vor türkischem Konsulat in Rotterdam.