Wissenschaftler: Neandertaler kurierten sich mit Aspirin und Antibiotika

Wissenschaftler: Neandertaler kurierten sich mit Aspirin und Antibiotika
Wissenschaftler: Neandertaler kurierten sich mit Aspirin und Antibiotika
Eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern hat die Ernährung von Neandertalern analysiert, die in verschiedenen Regionen Europas gelebt haben. Die Forscher untersuchten Zahnstein von Neandertaler-Gebissen, die in Italien, Belgien und Spanien entdeckt wurden. Die Ergebnisse der Forschung wurden im Wissenschaftsmagazin Nature publik gemacht.

Die Forscher haben herausgefunden, dass die belgischen Neandertaler sich vorwiegend von Wollnashörnern und Wildschafen ernährten. Die in Spanien lebenden Altmenschen bevorzugten Kiefernsamen, Moos und Pilze. Die DNA aus dem Zahnstein der italienischen Neandertaler ließ sich leider nicht mehr analysieren.

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Außerdem wurde bekannt, dass die "Spanier" aus der Höhle El Sidron an einer chronischen Magen-Darm-Entzündung litten, einer hatte noch Zahnabszess. Bei ihnen haben die Wissenschaftler Spuren von Pappeln und Pinselschimmel gefunden. Die Triebe, Blätter und Rinde von Pappeln sind Quellen von Salizylsäure, die der Wirkstoff des heutigen Aspirin ist. Schimmelpilze haben die Neandertaler offenbar als natürliche Antibiotika genommen.  

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