Asylsuchende können in Ungarn nicht weiter und bleiben in Transitzonen

Asylsuchende können in Ungarn nicht weiter und bleiben in Transitzonen
Asylsuchende können in Ungarn nicht vorbei und bleiben in Transitzonen
Das ungarische Parlament hat mit großer Mehrheit dafür gestimmt, Flüchtlinge in Transitzonen nahe der Grenze des Landes festzuhalten, bis man über ihren Asylstatus entscheidet. Damit wurde für sie die Bewegungsfreiheit aufgehoben. Die neue Regelung gilt sowohl für die bereits eingetroffenen als auch für die weiterhin ankommenden Flüchtlinge. Der ungarische Regierungschef, Viktor Orban, plant ferner, dass die Asylbewerber an der Grenze zu Serbien in Containersiedlungen bleiben sollen.

Am 27. Februar hatten ungarische Behörden angefangen, die zweite Linie des Grenzzauns zu errichten, der das Land von Serbien trennen und unkontrollierte Zuwanderung durch Flüchtlinge verhindern soll. Im Jahr 2015 wurde der erste Abschnitt des Zauns aus messerscharfem NATO-Draht gebaut. Am 29. Juni jenes Jahres hatte der ungarische Außenminister vorgeschlagen, die Grenze mit Serbien auf 175 Kilometer Länge mit einem vier Meter hohen Sicherheitszaun zu befestigen, "um der Immigrationsproblematik entgegenzutreten". Serbiens Premier Alexandar Vučić reagierte empört und ließ verlautbaren: "Serbien wird nicht dem ungarischen Beispiel folgen. Es wird keine Mauer bauen und nicht in Auschwitz leben".

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