US-Kongress will Obamacare „republikanisieren“

US-Kongress will Obamacare „republikanisieren“
Die Republikanische Partei hat dem US-Kongress einen Gesetzentwurf vorgelegt, der die geltenden Regeln der Krankenversicherung ändern soll, berichtet die Nachrichtenagentur Interfax. Das Dokument lässt dabei nur zwei Punkte von Obamacare übrig. Die Versicherer dürfen niemanden ablehnen und US-Bürger bis zum Alter von 26 Jahren können durch die Policen ihrer Eltern mitversichert bleiben.

Die Republikaner wollen absolut alle Staatsausgaben für die Krankenversicherung hilfsbedürftiger Amerikaner bis zum  Jahr 2020 streichen. Notfälle, Hilfe für Schwangere und Kinder sowie Medikamentenversorgung sollen in den Zuständigkeitsbereich der einzelnen Bundesstaaten fallen. Die Krankenversicherung wird dann wieder völlig freiwillig sein. Gleichzeitig wollen die Republikaner die Versicherungsnehmer mit Ermäßigungen und Steuervergünstigungen fördern.

Donald Trump: Obamacare wird bald Geschichte sein

Im Jahr 2010 wurde in den USA der sogenannte Patient Protection and Affordable Care Act (PPACA) verabschiedet. Durch das als Obamacare bekannte Programm wurde die Krankenversicherung für alle Amerikaner eine Pflicht mit Strafzahlungen für Nichtversicherte. Als Folge stiegen die Staatsausgaben für das Gesundheitswesen. Die Republikaner kritisierten das von Barack Obama initiierte Programm von Anfang an als zu teuer und zu ineffizient. Eines der wichtigsten Wahlversprechen von Donald Trump war es, Obamacare abzuschaffen.

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