Französische Behörden verzichten auf Online-Wahlen aus Angst vor Cyberangriffen

Französische Behörden verzichten auf Online-Wahlen aus Angst vor Cyberangriffen
Französische Behörden verzichten auf Online-Wahlen aus Angst vor Cyberangriffe
Die elektronische Stimmabgabe in Frankreich ist jetzt Geschichte, teilte der Pressedienst des französischen Außenministeriums mit. „Wir haben beschlossen, jedes mögliche Risiko auszuschließen, das die Willensäußerung der französischen Bürger im Ausland bei den Parlamentswahlen kompromittieren könnte“, so die Behörde. Stattdessen habe das Amt vor, ein traditionelles Wahlverfahren im Ausland sowie die Stimmabgabe per Post oder per Vollmacht zu ermöglichen.

Am 8. Januar hat der französische Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian erklärt, dass seinem Land nicht weniger als den Vereinigten Staaten Cyberangriffe drohen. Deswegen werde die einheimische Militärbehörde die Cyberabwehr stärken, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters. Jean-Yves Le Drian zufolge soll das Kontingent der „E-Soldaten“, das heißt Militärexperten in Cybersicherheit, bis zum Jahr 2019 auf 2.600 fast verdoppelt werden.

Frankreichs Verteidigungsminister wies auf die seit den letzten Jahren steigende Zahl an Cyberbedrohungen und versuchten Hackerangriffe auf die Server seiner Behörde hin. Im Gespräch mit der Zeitung Le Journal du Dimanche gab der Politiker die Zahl der ausländischen Cyberangriffe im Jahr 2016 mit 24.000 an. Obwohl diese Hackerattacken ihr Ziel nicht erreicht hätten, hätten sie reale Schäden verursachen können, erklärte Jean-Yves Le Drian.

ForumVostok
MAKS 2017