Portugals Parlament erkennt Holodomor als Völkermord an

Portugals Parlament erkennt Holodomor als Völkermord an
Portugals Parlament erkennt Holodomor als Völkermord an
Portugals Parlament hat am Freitag die Hungersnot in der Ukraine in den Jahren 1932 und 1933 als Völkermord anerkannt. In der verabschiedeten Resolution steht, dass das totalitäre kommunistische Regime den Tod von ungefähr sieben Millionen ukrainischen Bürgern verursacht habe. Außerdem werden dort alle Formen des Totalitarismus und der Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt, die in den 1930er Jahren in der Ukraine passiert seien.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko bedankte sich in seinem Facebook-Profil für die Entscheidung der Assembleia da República. Dabei betonte er, dass in den letzten Jahren mehrere Länder den sogenannten Holodomor als Völkermord an Ukrainern eingestuft hatten. „Es ist sehr wichtig, dass nicht nur wir diese Wahrheit wissen, sondern auch die ganze Welt“, schrieb der ukrainische Präsident.

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In den Jahren 1932 und 1933 war in den wichtigsten Getreideanbaugebieten der UdSSR eine schwere Hungersnot ausgebrochen. Davon war nicht nur die Ukraine, sondern auch der Nordkaukasus, die untere und die mittlere Wolgaregion, ein großer Teil des Zentralen Schwarzerde-Gebietes, Kasachstan, Westsibirien und der Südural betroffen. Laut verschiedenen Schätzungen starben daran zwischen sieben und acht Millionen Menschen: 3,5 Millionen in der Ukraine, zwei Millionen in Kasachstan und Kirgisien sowie 2,5 Millionen in Russland. Moskau bezeichnet die Handlungen Kiews, die tragischen Ereignisse ausschließlich als einen Völkermord an Ukrainern erscheinen zu lassen, als einen Versuch, die Gesichte zu politisieren.

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