Französische Behörden verbieten, Lebensmittel an Migranten in Calais zu verteilen

Französische Behörden verbieten, Lebensmittel an Migranten in Calais zu verteilen
Französische Behörden verbieten, Lebensmittel unter Migranten in Calais zu verteilen
Die Behörden der nordfranzösischen Stadt Calais, wo sich früher das illegale Flüchtlingslager „Dschungel von Calais“ befunden hatte, haben angeordnet, dort die Lebensmittelverteilung zu stoppen. Das entsprechende Dokument unterzeichnete die Bürgermeisterin der Stadt, Natacha Bouchart, berichtet die Tageszeitung Le Figaro. Dadurch wolle sie verhindern, dass sich neue Orte herausbilden, wo sich Migranten „ansässig machen“. Der französische Innenminister Bruno Le Roux unterstützte die Initiative.

Im französischen Calais, das etwa 200 Kilometer von Paris entfernt liegt, hatten mehr als ein Tausend Polizeibeamte im Oktober 2016 das Flüchtlingslager "Dschungel" geräumt. Innerhalb von einer Woche wurde die frühere Unterkunft für fast 7.000 Vertriebene aus Afghanistan, Syrien und Eritrea, die sich eine Flucht nach Großbritannien erhofften, aufgelöst. Bei der großangelegten „Evakuierungsoperation“ brach ein massives Feuer aus. In den Flammen sollen auch mehrere Gasflaschen explodiert sein. Viele der Flüchtlinge und Migranten waren gezwungen, unter freiem Himmel zu schlafen. 

Das Zeltlager der Flüchtlinge zwischen den Metro-Stationen Jaurés und Stalingrad,  Paris, Frankreich, 28. Oktober 2016.

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