EU-Länder haben nur 36 Prozent der Asylbewerber abgeschoben, deren Anträge 2015 abgelehnt wurden

EU-Länder haben nur 36 Prozent der Asylbewerber abgeschoben, deren Anträge 2015 abgelehnt wurden
EU-Länder haben nur 36 Prozent der Asylbewerber abgeschoben, deren Anträge 2015 abgelehnt wurden
Bisher sind aus den EU-Staaten nur 36 Prozent der Migranten abgeschoben worden, deren Asylanträge im Jahr 2015 abgelehnt worden waren, erklärte der Kommissar für Migration, Inneres und Bürgerschaft in der EU-Kommission, Dimitris Avramopoulos. Diese Information stammt aus dem von ihm präsentierten Bericht über Migrationspolitik. Man müsse den Prozess beschleunigen, so Avramopoulos. Dabei präzisierte er die Gesamtzahl der abgelehnten Asylanträge nicht.

Dieses Jahr wird eine Rekordzahl an Migranten in ihre Herkunftsländer zurückkehren, gab der Chef des Bundeskanzleramts und Flüchtlingskoordinator, Peter Altmaier, Ende Februar bekannt. Ihm zufolge seien von 700.000 Asylanträgen, die im Jahr 2016 in Deutschland gestellt wurden, 300.000 abgelehnt worden. Im vorigen Jahr habe Deutschland 80.000 Asylbewerber abgeschoben.

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„Diese Personen wollen wir zügig zurückführen, sonst leidet die Glaubwürdigkeit unseres Rechtsstaates. Vor allem Straftäter und Menschen, von denen eine Gefahr für unsere Sicherheit ausgeht, müssen wir schnell außer Landes bringen“, begründete Altmaier die Absicht der Behörden. Beobachter sind der Meinung, dass dieser Beschluss nicht zufällig gefasst wurde. Die CDU/CSU will vermutlich dadurch die Stimmen bei der Bundestagswahl im September 2017 für sich gewinnen, da Merkels Asylpolitik bei den Deutschen derzeit keine große Popularität genießt.