Großbritannien: Bericht über Gegenmaßnahmen zu russischer Informationskampagne veröffentlicht

Großbritannien: Bericht über Gegenmaßnahmen zu russischer Informationskampagne veröffentlicht
Ausschuss des House of Commons erstattet Bericht zur Gegenwirkung russischer Informationskampagne
Der Ausschuss des Unterhauses des britischen Parlaments hat einen 70-seitigen Bericht zu den russisch-britischen Beziehungen veröffentlicht. Im Mittelpunkt des Dokuments steht die Tätigkeit des Senders RT und der Nachrichtenagentur Sputnik in Großbritannien. „Nach Anerkennung des Umfangs und des Einflusses der Informationskampagne der russischen Regierung hat das globale Medienunternehmen BBC im November 2016 den größten Rundfunkausbau seit den 1940er Jahren angekündigt“, heißt es im Bericht.

Diese Entscheidung wird von den Autoren des Reports willkommen geheißen, aber „sie untermauert unwillkürlich das Statement, dass die Tätigkeit von RT und Sputnik der der BBC ähnlich ist“, verlautet es ferner. „Aus diesem Grund soll die Regierung erfinderisch in ihren Bemühungen zur Gegenwirkung zur russischen Informationskampagne sein, besonders in solchen russischsprachigen Regionen wie der Ukraine, Lettland, Litauen und Estland. Im Laufe unseres Besuches in der Ukraine waren wir von der Arbeit solcher unabhängiger Organisationen wie Stop Fake, die der British Council unterstützt, inspiriert“, so der Bericht.

RT-Chefredakteurin erzählt, wozu sie das Unterhaus des britischen Parlaments besucht

Außerdem befürworten die Verfasser eine Aufstockung der Finanzierung von BBC World Service für die Übertragung in Russland und angrenzenden Staaten. Es wird auch betont, dass das britische Außenministerium die Unterstützung unabhängiger Medien für diese Zwecke erweitern soll.