Südkoreanische Aufklärung nennt Organisatoren des Auftragsmordes an Kim Jong Nam

Südkoreanische Aufklärung nennt Organisatoren des Auftragsmordes an Kim Jong Nam
Südkoreanische Aufklärung nennt Organisatoren des Auftragsmordes an Kim Jong Nam
Unter den acht Tatverdächtigen arbeiten vier Personen im nordkoreanischen Ministerium für Staatssicherheit und weitere zwei im Außenministerium Nordkoreas. Das berichtete der Abgeordnete der südkoreanischen Nationalversammlung, Lee Cheol Woo, unter Berufung auf die staatlichen Geheimdienste. Ihm zufolge handele es sich somit um eine Terroraktion, die von den beiden Behörden ausgeführt worden war.

Am 24. Februar konnten malaysische Gerichtsmediziner die Substanz identifizieren, mit der Kim Jong Nam am 13. Februar am Flughafen Kuala Lumpur vergiftet worden war. Bei dem Gift handelte es sich um den Kampfstoff VX. Nach Angaben der Polizei würden die Forensiker die Gewebeproben des verstorbenen Halbbruders Kim Jong Uns weiterhin analysieren, um die Herkunft der Substanz festzustellen. Da die Giftmenge äußerst gering gewesen sei, werde das eine schwierige Aufgabe sein, so die Ermittler.

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Der Kampfstoff VX ist ein farb- und geruchloser Nervenkampfstoff, der über die Haut, die Augen und die Atemwege in den Körper eindringen kann. Das Gift verursacht zuerst Husten und Übelkeit. Dann lähmt es die Atemmuskulatur und führt innerhalb weniger Minuten unter starken Krämpfen und Schmerzen zum Tod. Die Chemiewaffenkonvention aus dem Jahr 1997 verlangt explizit die Zerstörung aller Vorräte der Substanz.

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