Japan soll Okinawas Einwohner für Fluglärm von US-Kampfjets mit 264 Millionen Dollar entschädigen

Japan soll Okinawas Einwohner für Fluglärm von US-Kampfjets mit 264 Millionen Dollar entschädigen
Japan soll Okinawa-Einwohner fürs Getöse von US-Kampfjets mit 264 Millionen Dollar entschädigen
Das Bezirksgericht Naha in der japanischen Präfektur Okinawa hat die Regierung in Tokio verpflichtet, die Einheimischen für das Getöse von US-Kampfflugzeugen zu entschädigen. Das Schmerzensgeld in Höhe von insgesamt 264 Millionen US-Dollar sollen die Anwohner des Luftstützpunktes Kadena erhalten, berichtet der Fernsehsender NHK. Somit hat das Gericht einer von mehr als 22.000 Klagen der Insulaner stattgegeben.

Die Kläger begründeten die Beschwerde damit, dass der Lärm der US-Kampfjets ihrer Psyche schade und Schlafstörungen hervorrufe. Der Richterspruch war aber nur ein Teilerfolg: Die Instanz wies die Forderung der Einheimischen eines totalen Flugverbotes für die Kipprotor-Wandelflugzeuge vom Typ Bell-Boeing V-22 ab. Die Präfektur Okinawa macht zwar lediglich 0,6 Prozent des japanischen Territoriums aus. Dort sind jedoch flächenmäßig 74 Prozent der US-Stützpunkte stationiert.

Proteste gegen den US-Stützpunkt vor dem Marine-Camp Schwab richten sich gegen die Erweiterung des Luftwaffenstützpunktes in Nago, Okinawa, 1. Februar 2017.

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