Schwedischer Stadtrat plädiert für bezahlte Arbeitspausen für Sex

Schwedischer Stadtrat plädiert für bezahlte Arbeitspausen für Sex
Anita Ekberg - eine der "Miss Sweden" wurde für ihre Rolle im Film von Fellini "La Dolce Vita" zur "Sex-Göttin" ernannt
Der Stadtrat in Övertornea im Norden Schwedens, Per-Erik Muskos, hat vorgeschlagen, eine einstündige bezahlte Mittagspause für Angestellte einzuführen, in der sie genug Zeit für Sex mit ihren Partnern haben. "Es gibt Studien, die belegen, dass Sex gesund ist", zitiert ihn die Agentur AFP. Dank solcher Pause könnten die Menschen ihre Beziehungen zu ihren Partnern verbessern, glaubt Muskos. Einen entsprechenden Antrag hat der Politiker bereits zur Abstimmung gestellt.

Der Zusammenhang zwischen Sex und Gesundheit steht immer öfter im Fokus der Politik. So sollten in Zukunft Pflegebedürftige Sex mit Prostituierten bezahlt bekommen können, forderte die Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Elisabeth Scharfenberg, gegenüber der "Welt am Sonntag" im Januar. "Eine Finanzierung für Sexualassistenz ist für mich vorstellbar. Die Kommune könnte über entsprechende Angebote vor Ort beraten und Zuschüsse gewähren", so Scharfenberg.

Wie war Dein Tag, Schatz?

Ein ähnliches System existiert bereits seit einigen Jahren in den Niederlanden. Schwerkranke und Behinderte können sich dort die Dienste zertifizierter Prostituierter bezahlen lassen. Dabei müssen sie Beweise bereitstellen, dass sie sich auf keine andere Weise befriedigen und sich solche Dienste selbst nicht leisten können.