Ukrainischer Abgeordneter erpresst Tochter von Trumps Berater, Briefwechsel gehackt

Ukrainischer Abgeordneter erpresst Tochter von Trumps Berater, Briefwechsel gehackt
Trumps Ex-Wahlkampfleiter Paul Manafort
Die Hackergruppe Anonymous hat den Briefwechsel zwischen der Tochter von Trumps Ex-Wahlkampfleiter Paul Manafort, Jessica, und dem Abgeordneten der Obersten Rada und Angehörigen der Partei Block Petro Poroschenko, Serhij Leschtschenko, publik gemacht. Darin versucht der Politiker, sie zu erpressen, indem er kompromittierendes Material über ihren Vater zu verbreiten droht. Leschtschenko zufolge verfüge er über Beweise, dass Manafort Millionen Dollar von der Partei der Regionen erhalten hat.

Im Januar hat das Nachrichtenportal Politico berichtet, wie offizielle Stellen der Ukraine versucht haben, den Wahlkampf des künftigen US-Präsidenten Donald Trump zu unterminieren. Um dies zu erreichen, haben führende ukrainische Politiker öffentlich die Eignung des Milliardärs für das Amt des US-Präsidenten in Frage gestellt. Vor allem aber haben ukrainische Stellen eine gezielte Kampagne gegen den damaligen Wahlkampfleiter Trumps, Paul Manafort, vom Zaun gebrochen. Manafort galt wegen seiner früheren Beratertätigkeit für den im Jahr 2014 aus dem Amt geputschten Präsidenten Viktor Janukowytsch als Schlüsselfaktor für Trumps Abneigung gegen eine konfrontative Russlandpolitik.

Die Versuche, Manafort durch Korruptionsvorwürfe im Zusammenhang mit seiner Verbindung zu Janukowytsch "abzuschießen", waren nur vorübergehend von Erfolg gekrönt. Im August 2016 stellte er nach ersten Angriffen aus dem Clinton-Lager seine Arbeit als Berater in Trumps Wahlkampfteam ein. Vor wenigen Wochen kehrte er jedoch wieder in den Beraterstab des nunmehrigen gewählten Präsidenten zurück. In ukrainischen Regierungskreisen und unter den Diplomaten des Landes bemüht man sich nun um Schadensbegrenzung.