Britisches Parlament: Staatsbesuchsdebatte zu Donald Trump artet aus

Britisches Parlament: Staatsbesuchsdebatte zu Donald Trump artet aus
Britisches Parlament: Staatsbesuchsdebatte zu Donald Trump artet aus
Eine Petition mit 1,8 Millionen Unterzeichnern hat dazu geführt, dass im britischen Parlament darüber debattiert wurde, ob die Einladung an den US-Präsidenten Trump zurückgezogen werden sollte. Zu diesem Anlass meldeten sich gleich so viele Redner, dass die Redezeit auf fünf Minuten beschränkt werden musste. Und die Reden hatten es in sich.

Die Beschreibungen Trumps, gingen von „Rassist und Sexist“ sowie „bockiges Kind“ über eine „höhlenartige Tiefe wissenschaftlicher Ignoranz“ bei dem Thema Klimawandel, bis hin zu „Tyrann und Fanatiker“. David Lammy, der Labour-Abgeordnete für Tottenham, warnte davor, dass Dunkelhäutige Angst vor dem US-Präsidenten hätten und sagte, dass Trump vom Ku Klux Klan unterstützt wurde und weiße Suprematisten in seinem inneren Kreis hat. Aus dem Umfeld der Minister hieß es jedoch im Anschluss an die Debatte, dass man die Einladung zum Staatsbesuch nicht zurückziehen werde. Die Tageszeitung Guardian zitierte eine ungenannte Quelle aus der Regierung mit den Worten:

Es wäre interessant zu sehen, wie viel Zeit und öffentliches Geld an der heutigen Debatte verschwendet wurde - es wurde nichts erreicht, abgesehen davon, dass man einigen, die nichts Besseres zu tun haben, eine Bühne geboten hat. Das britische Volk hätte sich mehr für eine wichtigere Debatte zum Brexit interessiert.

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