Sergei Lawrow wirft US-Geheimdiensten Abhören des russischen Botschafters in den USA vor

Sergei Lawrow wirft US-Geheimdiensten Abhören des russischen Botschafters in den USA vor
Sergei Lawrow wirft US-Geheimdiensten Abhören des russischen Botschafters in den USA vor
Der russische Außenminister Sergei Lawrow hat mitgeteilt, dass die US-Geheimdienste den Botschafter Moskaus in Washington, Sergei Kisljak, abgehört hätten. "Im Zusammenhang mit dem Skandal um den Ex-Sicherheitsberater Trumps, Michael Flynn, haben die US-Geheimdienste den Journalisten absolut offiziell, wenn auch anonym, offenbart, dass die Leitungen unseres Botschafters Kisljak regelmäßig abgehört werden. Dazu gehören auch seine Berichte an Moskau über seine Tätigkeit in Washington", so Lawrow.

Das FBI soll Telefongespräche des russischen Botschafters in Washington, Sergej Kisljak, mit dem Nationalen Sicherheitsberater des US-Präsidenten Donald Trump, Michael Flynn, abgehört haben, meldete NBC Ende Januar. Dabei habe die Behörde in den Telefonaten "nichts Unangemessenes" entdeckt. Es habe niemals eine formale "Ermittlung" der Kontakte zwischen Kisljak und Flynn gegeben, fügte ein FBI-Sprecher hinzu. Er betonte, dass US-Geheimdienste Telefonate des russischen Diplomaten regelmäßig abhören.

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Zuvor hatte das Wall Street Journal bekannt gegeben, dass Agenten der US-Spionageabwehr Kontakte von Michael Flynn zu russischen Amtspersonen geprüft haben sollen. Unter anderem wurden Flynns Telefonate mit dem russischen Botschafter in Washington, Sergei Kisljak, am 29. Dezember untersucht, als Barack Obama neue Sanktionen gegen Russland eingeführt hatte. Damit versuchte die damalige US-Regierung, zu beweisen, dass Russland die Präsidentschaftswahlen in der Vereinigten Staaten beeinflusst hatte.