Jemen ruft UNO auf, Huthi-Kämpfer als Terroristen einzustufen

Jemen ruft UNO auf, Huthi-Kämpfer als Terroristen einzustufen
Jemen ruft UNO auf, Huthi-Kämpfer als Terroristen einzustufen
Die jemenitischen Behörden haben an den UN-Generalsekretär António Guterres einen Brief geschickt, in dem sie fordern, die Huthi-Bewegung Ansar Allah als eine Terrororganisation einzustufen. Außerdem werfen sie in dem Appell dem Iran vor, die schiitische Miliz zu unterstützen, berichtet der Fernsehsender Al Jazeera. Demzufolge soll Teheran die Huthi-Kämpfer mit Waffen und Geld versorgen.

Der jemenitische UN-Botschafter Khaled Al Yamani behauptet im Schreiben an António Guterres, dass der Iran die internationale Schifffahrt durch den Bab al-Mandab störe und den Huthi helfe, vorbeifahrende Schiffe anzugreifen. Teheran bestreitet das. Unweit der Meeresstraße dauern seit letzter Zeit tatsächlich aktive Kampfhandlungen an.

Im Wahlkampf hatte US-Präsident Donald Trump noch angekündigt, dem radikalen islamischen Terrorismus und dessen Förderern den Garaus zu machen. Nun scheint das Feindbild Iran diesem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung zu machen.

Der bewaffnente Konflikt zwischen der jemenitischen Führung und den Huthi-Rebellen dauert seit August 2014 an. Die Aufständischen und Teile des Militärs unterstützen den ehemaligen Staatschef, Ali Abdullah Salih, während die Armee und andere Milizen für den aktuellen Staatschef, Abed Rabbo Mansur Hadi, kämpfen. Seit 2015 fliegt Saudi-Arabien Luftangriffe gegen die Huthi-Rebellen, die den Norden des Jemen und die Hauptstadt Sanaa kontrollieren. Laut jüngsten UN-Angaben sollen dem bewaffneten Konflikt bereits 4.000 Zivilisten zum Opfer gefallen sein.  

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