Neuer Pentagon-Chef ruft NATO zum Dialog mit Russland "aus Position der Stärke" auf

Neuer Pentagon-Chef ruft NATO zum Dialog mit Russland "aus Position der Stärke" auf
Neuer Pentagon-Chef ruft NATO zum Dialog mit Russland "aus Position der Stärke" auf
Der neue US-Verteidigungsminister James N. Mattis hat sich mit seinen Amtskollegen aus anderen NATO-Mitgliedsstaaten in Brüssel getroffen. Dabei wies er darauf hin, dass die USA und die Allianz sich um eine Zusammenarbeit mit Russland bemühen würden, sich jedoch "wehren sollen, wenn Russland sich dazu entscheidet, völkerrechtswidrig zu handeln". "Wir sind realistisch in unseren Erwartungen und wollen sicherstellen, dass unsere Diplomaten aus einer Position der Stärke verhandeln", so Mattis.

Die neue US-Regierung unter Trump will durchsetzen, dass alle NATO-Partner ihre Verteidigungsausgaben zu Gunsten des Militärbündnisses auf zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts erhöhen, sofern sie dies noch nicht getan haben. Auf diese Anhebung der Verteidigungsausgaben einigte sich die NATO 2014. Nachgekommen sind dieser Vereinbarung im letzten Jahr einer Studie zufolge aber nur die USA, Griechenland und Estland. Donald Trump mahnte, dass die Ausgaben der USA fast doppelt so hoch seien wie die der europäischen Partner und Kanadas zusammen. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen zeigte sich einsichtig und erklärte vorab, dass die Europäer mehr in die NATO investieren müssten.