Athener Akropolis ist kein Laufsteg: Archäologen verbieten Gucci-Modenschau vor antiken Tempeln

Athener Akropolis ist kein Laufsteg: Archäologen verbieten Gucci-Modenschau vor antiken Tempeln
Athener Akropolis ist kein Laufsteg: Archäologen verbieten Gucci Modenschau vor antiken Tempeln
Der Zentrale Archäologische Rat Griechenlands hat einstimmig gegen eine von Gucci vorgeschlagene Modenschau gestimmt, berichtet die Nachrichtenagentur RIA Nowosti. "Der besondere kulturelle Charakter der Akropolis-Monumente ist nicht vereinbar mit diesem Event. Es handelt sich um einmalige Monumente, die Symbole des Weltkulturerbes sind", heißt es in der Begründung der griechischen Behörde.

Zuvor hatte die italienische Modemarke den griechischen Denkmalschutz um die Erlaubnis gebeten, ihre Haute-Couture-Kollektion Gucci Cruz 2018 vor den antiken Tempeln als Kulisse zu präsentieren. Laut Vorschlag hätten die Gucci-Models am 1. Juni 2017 vor 300 Gästen zwischen dem Parthenon und dem Erechtheion defilieren sollen. Als Zeichen der Anerkennung für das kulturelle Erbe Griechenlands wollte die Marke im Fall einer positiven Entscheidung rund zwei Millionen Euro zur Restauration der Akropolis oder eines anderen Denkmals spenden. An dem Vorschlag der Verwaltung, den Event an einer anderen Kulturstätte zu veranstalten, zeigte sich Gucci seinerseits nicht interessiert.

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Vor einem Jahr hatte das Modehaus in seinem Instagram-Profil animierte Fotos griechischer Skulpturen in Gucci-Kleidung veröffentlicht. Die Bilder sorgten für einen Eklat. Viele Kritiker hielten es für geschmacklos, antike Meisterwerke zu Werbezwecken zu verwenden, und nannten die Kampagne einen Akt des visuellen Vandalismus.

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