Verbindungsabbau: Michael Flynn räumt seinen Posten nach Skandal mit russischem Botschafter

Verbindungsabbau: Michael Flynn räumt seinen Posten nach Skandal mit russischem Botschafter
Verbindungsabbau: Michael Flynn räumt seinen Posten nach Skandal mit russischem Botschafter
Am Montagabend hat der US-Präsident Donald Trump das Rücktrittsgesuch des Chefs für Nationale Sicherheit, Michael Flynn, angenommen, teilt TASS unter Berufung auf den Pressendienst des Weißen Hauses mit. In seiner Erklärung gestand der US-General, dass die Informationen, die er dem Vizepräsidenten Michael Pence zu seinem Gespräch mit dem russischen Botschafter in den USA, Sergej Kisljak, vorgelegt hatte, unvollständig waren. Die Unterredung soll noch vor Trumps Amtsantritt stattgefunden haben.

"Leider habe ich angesichts der schnellen Abfolge der Ereignisse gegenüber dem Vizepräsidenten und anderen unabsichtlich unvollständig Bericht erstattet, was meine Telefonate mit dem russischen Botschafter angeht. Ich habe den Präsidenten sowie den Vizepräsidenten aufrichtig um Verzeihung gebeten, und sie haben meine Entschuldigung angenommen", verlautet es aus der Erklärung von Michael Flynn. Zum stellvertretenden US-Vizepräsidenten wurde inzwischen der ehemalige General Keith Kellogg ernannt. 

Der ehemalige Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, Michael Flynn, war ins Visier der eigenen Spionageabwehr geraten. Grund waren Kontakte und Telefonate des ehemaligen Drei-Sterne-Generals mit russischen Regierungsvertretern. Damit war Flynn der erste Berater Trumps, der sich mit Ermittlungen durch das FBI, die CIA, die NSA und das Finanzministerium konfrontiert sah.

Michael Flynn, neuer Sicherheitsberater des US-Präsidenten

Dem Wall Street Journal zufolge sei es dabei nicht klar, wann die Ermittlungen der Spionageabwehr gegen Flynn begonnen haben. Ziel der Untersuchung sei es demnach, Klarheit über die Qualität der Kontakte Flynns mit hochrangigen russischen Staatsbeamten zu erhalten und zu ermitteln, ob die entsprechende Kommunikation gegen US-Recht verstieß. Im Mittelpunkt der Ermittlungen stehen dabei Telefonate des Ex-Generals mit Sergey Kislyak, dem russischen Botschafter in den USA, die dieser am 29. Dezember getätigt habe. Der Vorwurf gegenüber Michael Flynn lautet denn auch, dass dieser mit Kislyak die verhängten Sanktionen diskutiert habe.