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Schweiz: 60,4 Prozent Ja-Stimmen zur erleichterten Einbürgerung

Schweiz: 60,4 Prozent Ja-Stimmen zur erleichterten Einbürgerung
Die Abstimmung über eine erleichterte Einbürgerung polarisierte die schweizer Bevölkerung.
Ausländer der dritten Generation können sich künftig in der ganzen Schweiz einfacher einbürgern lassen. Im vierten Anlauf haben die Wähler und die Kantone am Sonntag eine Verfassungsänderung mit deutlichem Votum akzeptiert. Bei der Abstimmung sagten 60,4 Prozent der Bürger und 17 Kantone Ja. Das Ständemehr, also die Mehrheit der Kantone, wurde problemlos erreicht.

Die Kantone, die aufgrund früherer Abstimmungen zum selben Thema als Kipp-Kantone galten, stimmten alle zu. Insgesamt stimmten fast 1,5 Millionen Personen für die Verfassungsänderung, weniger als eine Million Personen stimmten dagegen.

Die deutlichste Zustimmung verzeichneten die überwiegend französischsprachigen Westschweizer Kantone, allen voran Neuenburg mit rund 75 Prozent, gefolgt von Genf mit 74, Waadt mit 73 und Jura mit 71 Prozent.

Schweizer Bundespräsidentin Doris Leuthard und ukrainischer Präsident Petro Poroschenko bei ihrem Treffen in Davos

Für ein Ja hatten sich alle großen Parteien mit Ausnahme der SVP des Rechtspopulisten und Unternehmers Christoph Blocher eingesetzt. Sie machten geltend, dass es bei der Abstimmung um eine Selbstverständlichkeit gehe.

Die Enkel von Einwanderern hätten kaum eine Verbindung zum Herkunftsland, ihre Heimat sei die Schweiz. Die SVP dagegen warnte vor «Masseneinbürgerungen».

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