Boris Johnson plädierte für Fortsetzung britischer Waffenlieferungen an Saudi-Arabien

Boris Johnson plädierte für Fortsetzung britischer Waffenlieferungen an Saudi-Arabien
Boris Johnson plädierte für Fortsetzung britischer Waffenlieferungen an Saudi-Arabien
Einen Monat nach dem Luftangriff der arabischen Koalition auf eine Trauerzeremonie im Jemen im Oktober 2016 haben der britische Außenminister Boris Johnson und der Minister für internationalen Handel Liam Fox in einem Briefwechsel die Einstellung der Waffenexporte nach Saudi-Arabien besprochen. Dabei bestand Johnson darauf, den Handel fortzusetzen. Die Briefe wurden diese Woche im Rahmen der gerichtlichen Überprüfung der von der Regierung beschlossenen Fortsetzung der Lieferungen veröffentlicht.

Der UN-Koordinator für humanitäre Hilfe im Jemen, Jamie McGoldrick, hat den Luftangriff der arabischen Koalition auf eine Trauerzeremonie in Jemens Hauptstadt Sanaa am 8. Oktober 2016 verurteil. Nach jüngsten Angaben waren der Attacke 213 Menschen zum Opfer gefallen. Mehr als 500 Personen hatten Verletzungen erlitten. Der UN-Beamte rief die internationale Gemeinschaft auf, unverzüglich eine Untersuchung des Vorfalls einzuleiten.

Der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates der Vereinigten Staaten (NSC), Ned Price, erklärte, dass Washington der arabischen Koalition mit Saudi-Arabien an der Spitze keine Carte blanche für Bombardements im Jemen erteilt habe. Die US-Führung sei bereit, ihre Unterstützung für die Luftangriffe zu revidieren. Die von Saudi-Arabien angeführte Koalition zeigte sich ihrerseits bereit, den Luftangriff gemeinsam mit den Vereinigten Staaten zu untersuchen.

Der bewaffnente Konflikt zwischen der jemenitischen Führung und den Huthi-Rebellen dauert seit August 2014 an. Die Aufständischen und Teile des Militärs unterstützen den ehemaligen Staatschef, Ali Abdullah Salih, während die Armee und andere Milizen für den aktuellen Staatschef, Abed Rabbo Mansur Hadi, kämpfen. Seit 2015 fliegt Saudi-Arabien Luftangriffe gegen die Huthi-Rebellen, die den Norden des Jemen und die Hauptstadt Sanaa kontrollieren. Laut jüngsten UN-Angaben sollen dem bewaffneten Konflikt bereits 4.000 Zivilisten zum Opfer gefallen sein.  

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