US-Bürger zum Präsidenten Somalias gewählt

US-Bürger zum Präsidenten Somalias gewählt
US-Bürger zum Präsidenten Somalias gewählt
Als Ergebnis beider Runden der Präsidentschaftswahlen in der ostafrikanischen Republik Somalia wurde der Staatschef Hassan Sheikh Mohamud abgewählt. Sein Amt übernimmt nun der Ex-Ministerpräsident Mohamed Abdullahi Farmajo, der die doppelte somalisch-amerikanische Staatsbürgerschaft besitzt, berichtet Associated Press. Seine Amtseinführung könne einer der ersten Schritte zur Bildung einer zentralisierten Regierung werden und damit die Institution nach beinahe 25 Jahren wieder ins Leben rufen.

Am 19. Januar haben die Regierungskräfte Senegals ihre Invasion in das Nachbarland Gambia begonnen, meldete Reuters unter Berufung auf den Vertreter der Armee, Abdoul Ndiaye. Dadurch wollte man Adama Barrow an die Macht bringen, der im Dezember bei der Präsidentschaftswahl gewonnen hatte und am 19. Januar in der Botschaft auf dem Territorium Senegals vereidigt worden war, sowie dem gescheiterten Präsidenten Yahya Jammeh die letzte Chance geben, die Macht friedlich zu übergeben. Der UN-Sicherheitsrat genehmigte seinerseits ein Eingreifen der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS).

Bei den Wahlen in Gambia am 1. Dezember, die eine Wahlbeteiligung von 65 Prozent erreichten, bekam der seit 1994 amtierende Präsident, Yahya Jammeh, weniger als 37 Prozent der Stimmen. Sein Konkurrent Adama Barrow, ein Unternehmer, der noch nicht lange in der Politik ist, erlangte als Kandidat eines Bündnisses aus sieben Parteien 45,5 Prozent. In einer Ansprache erklärte Jammeh, dass er seine Niederlage anerkenne und seinem Nachfolger "Glück" wünsche. Außerdem betonte er, dass er das Land nicht verlassen, sondern in sein Heimatdorf und zum "bäuerlichen Leben" zurückkehren werde. Später weigerte er sich, die Macht an Barrow zu übergeben.

ForumVostok