Ukrainischer Parlamentarier bemalt Berliner Mauer in Kiew als Protest gegen deutschen Botschafter

Ukrainischer Parlamentarier bemalt Berliner Mauer in Kiew als Protest gegen deutschen Botschafter
Ukrainischer Parlamentarier bemalt die Berliner Mauer als Protest gegen deutschen Botschafter
Der Abgeordnete des ukrainischen Parlaments vom Block Petro Poroschenko, Alexei Gontscharenko, hat mit einer Farbsprühdose das Fragment der Berliner Mauer nachbearbeitet, das an der deutschen Botschaft in Kiew ausgestellt ist. Mit der Aufschrift "Nein!" äußerte er seine Unzufriedenheit mit dem Standpunkt des deutschen Chefdiplomaten in der Ukraine, Ernst Reichel, in der Donbass-Problematik.

Die Botschaft bedauert den Vorfall und stellt Verletzung des Wiener Übereinkommens über diplomatische Beziehungen fest. Am Dienstag hatte der deutsche Botschafter in der Ukraine, Ernst Reichel, in einem Interview mit RBK Ukraina geäußert, dass die Wahlen in den selbst proklamierten Volksrepubliken Donezk und Lugansk stattfinden könnten, "ohne dass über den Stadtverwaltungsgebäuden jeder Stadt ukrainische Fahnen aufgehängt werden". Die Chefin des Ausschusses für Außenbeziehungen bei der Werchowna Rada der Ukraine, Anna Gopko, hat deswegen das Parlament aufgerufen, ihn mit einem Boykott zu belegen. Das Außenministerium bestellte den Botschafter unverzüglich ein, um "die Widerlegung seiner Aussage zu hören". Reichels Worte sollen mit dem offiziellen Standpunkt Berlins nicht übereinstimmen. 

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