Über 130 Flüge wegen Streiks an Berliner Flughäfen gestrichen

Über 130 Flüge wegen Streiks an Berliner Flughäfen gestrichen
Über 130 Flüge wegen Streiks in Berliner Flughäfen gestrichen
Auf Initiative der Gewerkschaft Verdi hat das Bodenpersonal der Flughäfen Tegel und Schönefeld am Mittwochmorgen einen Warnstreik begonnen. Infolgedessen fielen jeweils 112 und 22 Flüge aus, teilt die Zeitung Bild mit. Die insgesamt 2.000 Teilnehmer des Streiks fordern eine Lohnerhöhung von einem Euro pro Stunde sowie bessere Aufstiegschancen. Der aktuelle Lohn des Personals beträgt elf Euro pro Stunde. Mittlerweile wurde der Warnstreik aufgehoben, es kann aber weiterhin zu Verspätungen kommen.

Ende November 2016 hat die Fluggesellschaft Lufthansa über 1.700 Flüge gestrichen, meldete AP. Dadurch waren etwa 180.000 Passagiere betroffen. Begründet wurde die Aktion damit, dass das Spitzengespräch zwischen der Gewerkschaft und dem Flugunternehmen „kein Ergebnis gebracht“ habe.

"Es liegt weiterhin kein verhandlungsfähiges Angebot der Lufthansa zur Vergütung der Piloten vor, so dass die Arbeitskampfmaßnahmen weitergeführt werden müssen. Es ist völlig unverständlich, dass ein Tarifpartner sich nach wie vor strikt weigert, zumindest ein Angebot vorzulegen, auf dessen Basis man verhandeln kann", erklärte Vorstand der Gewerkschaft Jörg Handwerg. Die Gewerkschaft wollte mit dem Streik ihre Forderung nach einer Lohnerhöhung durchsetzen. 

Mitglieder Verdis in der Haupthalle des Flughafen Tegels während eines Warnstreiks, 8. Februar 2017.