Fancy Bears stellen IOC-Korrespondenz mit McLaren über russische Amtspersonen bereit

Fancy Bears stellen IOC-Korrespondenz mit McLaren über russische Amtspersonen bereit
Fancy Bears stellen IOC-Korrespondenz mit McLaren über russische Amtspersonen bereit
Das Hackerteam Fancy Bears hat dem Sender RT ein Schreiben des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) an den kanadischen Juristen Richard McLaren bereitgestellt. Darin bittet ihn die Organisation, die Schuld russischer Amtspersonen im Doping-Skandal zu beweisen. Dem Schreiben war eine Tabelle beigelegt, die alle Informationen über die in seinem Bericht erwähnten russischen Staatsbürger und Fragen nach ihrem Schuldgrad enthält.

Insgesamt werden in der Tabelle 16 Russen genannt. Unter anderem bittet das IOC McLaren zu argumentieren, warum er in seinem Bericht den Vize-Premier Witalij Mutko sowie den ehemaligen Sportminister Juri Nagornyj und den Ex-Chef des Moskauer Anti-Doping-Labors Grigorij Rodtschenkow erwähnte. Das IOC-Schreiben hat er am 19. Dezember 2016 erhalten. Der Jurist sollte darauf am 9. Januar 2017 antworten. 

ARD veröffentlicht neue TV-Doku zu Doping-Skandal

Im Vorfeld von Olympia und den Paralympics 2016 beschuldigte ein Bericht von McLaren, den Ermittler der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA), Russland des Staatsdopings. Laut dessen Report sind mindestens 35 positive Dopingproben der russischen Paralympioniken im Zeitraum zwischen 2011 und 2015 spurlos verschwunden. Wegen des Verdachts umfangreicher Dopingproben-Manipulation setzte Russland eine Reihe von Sportfunktionären ab. Schließlich hat der internationale Sportgerichtshof (CAS) die russische Nationalmannschaft von den Paralympics suspendiert. Grund dafür sei der Verdacht des 'Staatsdopings'.