Deutsche Bank büßt mit 625 Millionen US-Dollar für Spiegelgeschäfte mit Russland

Deutsche Bank büßt mit 625 Millionen US-Dollar für Spiegelgeschäfte mit Russland
Deutsche Bank büßt 625 Millionen US-Dollar für „Spiegelgeschäfte“ mit Russland ein
Im Zeitraum von 2011 bis 2015 war die Deutsche Bank in eine Affäre wegen dubioser Aktiendeals in der New Yorker Niederlassung verwickelt, teilt Reuters mit. Das Geldhaus habe Kunden angelockt, Wertpapiere in Moskau für Rubel zu kaufen. Später wurden diese an der Londoner Börse wieder abgesetzt. Durch sogenannte „Spiegelgeschäfte“ soll das Kreditinstitut beinahe 10 Milliarden US-Dollar aus Russland gebracht haben. Dafür wurde die Bank unter Strafe in Höhe von 625 Millionen Dollar gestellt.

Zuvor hat die Deutsche Bank einen Rechtsstreit in den Vereinigten Staaten beigelegt. Das Kreditinstitut stimmte einer Zahlung von 95 Millionen US-Dollar, circa 91 Millionen Euro, zu. Die US-amerikanischen Behörden hatten dem Geldhaus mit Sitz in Frankfurt am Main vorgeworfen, im Jahr 2000 über ein Netz von Strohfirmen im großen Stil Steuern hinterzogen zu haben. Ursprünglich hatte die US-Justiz die Deutsche Bank auf die Zahlung von gut 190 Millionen Dollar verklagt.

Deutsche Bank sieht baldige Lockerung der US-Sanktionen gegen Russland vor

Erst Ende Dezember hatte sich die Deutsche Bank mit dem US-Justizministerium auf einen insgesamt 7,2 Milliarden Dollar schweren Vergleich geeinigt. In dem Streit ging es um faule Hypothekenpapiere, die zwischen 2005 und 2007 erstellt worden waren. Dem größtem Geldinstitut Deutschlands wurde vorgeworfen, mit solchen Geschäften zum Kollaps des US-Häusermarktes im Jahr 2008 beigetragen zu haben.

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