NATO zieht Zusammenarbeit mit der Ukraine ohne Obligo vor

NATO zieht Zusammenarbeit mit der Ukraine ohne Obligo vor
NATO zieht Zusammenarbeit mit der Ukraine ohne Obligo vor
Die Nordatlantische Allianz hat nicht vor, die Ukraine in ihre Reihen aufzunehmen, berichtete die Zeitung Iswestija unter Berufung auf eine Militärquelle in Brüssel. Dem Medium zufolge soll die NATO auf die Idee, Kiew in die Organisation aufzunehmen, momentan wegen des "fehlenden Konsenses" verzichtet haben. Außerdem gäbe es bisher keine klare Vorstellung davon, wie "ausgerechnet die Ukraine zur Stärkung der Sicherheit anderer Mitglieder beitragen könnte".

Bei einem Treffen der NATO- und EU-Außenminister am 6. Dezember 2016 in Brüssel wurde ein 42-Punkte-Programm für eine engere Kooperation beschlossen. Das gab der NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg bekannt. "Wir befürworten das Paket an Vorschlägen zur Realisierung des gemeinsamen Abkommens, welches ich mit den Vorsitzenden Tusk [Europäischer Rat; RT] und Juncker [Europäische Kommission; RT] im Juli dieses Jahres in Warschau unterzeichnet hatte", so Stoltenberg.

Jens Stoltenberg: NATO will konstruktivere Beziehungen mit Russland

Das Paket enthält 40 Punkte und umfasst sowohl die Kooperation bei der Unterstützung von Krisenländern als auch einen verstärkten Kampf gegen Cyberangriffe und gemeinsame Marineeinsätze. Außerdem sieht das Dokument einen engeren Austausch von Fachleuten beider Seiten vor. Dadurch wollen die NATO und die EU auf neue Bedrohungen und Herausforderungen reagieren. 

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