ARD veröffentlicht neue TV-Doku zu Doping-Skandal

ARD veröffentlicht neue TV-Doku zu Doping-Skandal
ARD veröffentlicht neue TV-Doku zu Doping-Skandal
Am 22. Januar wird der deutsche Sender ARD einen neuen Dokumentarfilm mit dem Schwerpunkt auf Machenschaften rund um Doping vorführen, gibt TASS unter Berufung auf den Journalisten des Kanals, Hajo Seppelt, bekannt. Eine der Rollen wurde dem russischen Leichtathletiker Andrei Dmitrijew gewidmet. Zuvor teilte er mit, dass er die WADA-Whistleblower nicht für Verräter halte und nannte die Zulassung der russischen Weitspringerin Darja Klischina zu den Olympischen Spielen in Rio eine „Heuchelei“.

Am 10. Dezember hat der Chef der US-amerikanischen Anti-Doping-Agentur (USADA) Travis Tygart in einem Interview für den Fernsehsender „CNN“ das Internationale Olympische Komitee (IOC) aufgerufen, Russland wegen des Staatsdopingsystems zu bestrafen. Dem USADA-Beamten zufolge enthält der Untersuchungsbericht von Richard McLaren die Antworten auf alle Fragen darauf, was sich im russischen Sport abspielt. Das IOC sollte nun Russland von allen internationalen Wettbewerben suspendieren.

Travis Tygart erklärte, dass das IOC die russischen Sportbehörden noch vor den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro viel härter hätte bestrafen müssen. Nun hätte das IOC noch eine Chance. Es könnte das Nationale Olympische Komitee Russlands aus der Organisation vorübergehend ausschließen und es dem Land verbieten, internationale Wettbewerbe auszutragen. Die Russische Föderation müsse sein Anti-Doping-System reformieren, griff der USADA-Chef an.

Zuvor präsentierte der kanadische Sportrechts-Experte Richard McLaren den zweiten Teil seines Untersuchungsberichts über vermeintliches „Staatsdoping“ in Russland. Demnach sollen gut 1.000 russische Sportler zwischen 2011 und 2015 Teil einer „institutionellen Verschwörung“ gewesen sein.