Barack Obama: „Amerika ist kein Alleinprojekt eines einzigen Menschen“

Barack Obama: „Amerika ist kein Alleinprojekt eines einzigen Menschen“
Barack Obama: „Amerika ist kein Alleinprojekt eines einzigen Menschen“
Am Donnerstag hat der abtretende US-Präsident Barack Obama einen Abschiedsbrief an die amerikanischen Bürger veröffentlicht. „Ich wollte mich bei euch zum letzten Mal für die Ehre bedanken, als euer 44. Staatschef gedient haben zu dürfen. Denn alles, was ich während meiner Amtszeit gelernt habe, habt ihr mir beigebracht. Ihr habt mich zum besseren Präsidenten und zum besseren Menschen gemacht“, schrieb er. Außerdem mahnte er daran, dass „Amerika kein Alleinprojekt eines einzigen Menschen ist“.

„Das einzige allermächtigste Wort in unserer Demokratie ist das Wort ‚Wir‘. ‘We the People.’ ‘We shall overcome.’ Yes, we can.[Beginn der Unabhängigkeitserklärung der USA. Amerikanisches Protestlied der Bürgerrechtsbewegung. Obamas Wahlkampfmotto - Anm. d. Red.], betonte Obama zum Schluss in seiner Botschaft.

Am 10. Dezember hat sich der US-amerikanische Präsident Barack Obama mit seiner Abschiedsrede an die Nation gewandt. Er versprach einen reibungslosen Übergang der Macht an seinen Nachfolger Donald J. Trump und rief dazu auf, den "globalen Kampf zur Ausbreitung der Demokratie" fortzusetzen. Über die Bedrohungen für die USA sprechend erwähnte er nur zwei Staaten - Russland und China -, und betonte dabei, dass die "Rivalen" nicht in der Lage seien, sich Washingtons Einfluss in der Welt entgegenzustellen. Warum er selbst und seine Regierung Russland dennoch in den letzten Jahren ein so überdurchschnittlich hohes Maß an Aufmerksamkeit und Geschäftigkeit gewidmet haben, ließ er offen. Einen Großteil seines Auftritts in Chicago widmete er der Innenpolitik und der Wirtschaft, zum Ende seiner Rede rief das Staatsoberhaupt die US-Amerikaner dazu auf, "keine Angst vor dem IS" zu haben. Des Weiteren zeigte Barack Obama sich überzeugt, dass die USA "sich nicht vom globalen Kampf um die Verbreitung der Demokratie, der Menschenrechte sowie der Rechte von Frauen und sexuellen Minderheiten abwenden" sollten. So rechnete der scheidende Präsident "Fanatiker, die im Namen des Islam auftreten, und Diktatoren, die in anderen Ländern an der Macht sind", zu den wichtigsten Herausforderungen für die Weltordnung. "Diese Bedrohungen stellen für die amerikanische Demokratie eine wesentlich größere Gefahr dar als verminte Autos oder Raketen", fügte Obama hinzu.

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