Deutsche Bank sieht baldige Lockerung der US-Sanktionen gegen Russland vor

Deutsche Bank sieht baldige Lockerung der US-Sanktionen gegen Russland vor
Deutsche Bank sieht baldige Lockerung der US-Sanktionen gegen Russland vor
Bereits im Frühjahr 2017 können die USA mit einer Wahrscheinlichkeit von 65 Prozent die Anti-Russland-Sanktionen lockern, meinen die Analytiker der Deutschen Bank. Dafür würden die Aussagen des künftigen Präsidenten der USA Donald Trump und des Außenministers Rex Tillerson sowie die der anderen Mitglieder der neuen US-Administration sprechen. Zu anderen Faktoren gehört es, dass die Einmischung Russlands in den US-Wahlkampf sowie die Verbindungen des Trump-Stabs zu Kreml noch nie bewiesen wurden.

Im Interview gegenüber dem Wall Street Journal teilte der designierte US-Präsident Donald Trump am 14. Januar mit, dass er die von der Obama-Administration eingeführten Sanktionen gegen Russland "zumindest für eine gewisse Zeit" beibehalten werde. Er schloss aber gleichzeitig die mögliche Aufhebung der Sanktionen nicht aus. Bedingung dafür sei, dass Moskau seine Hilfsbereitschaft beweist.

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"Wenn wir miteinander gut auskommen und Russland uns wirklich hilft, wenn jemand wirklich tolle Sachen macht, wozu sollte man dann die Sanktionen brauchen?", so Trump. Am 2. Januar äußerte sich sein künftiger Pressesprecher Sean Spicer in der ABC-Show This Week zu der von Barack Obama getroffenen Entscheidung, 35 russische Diplomaten des Landes zu verweisen und zwei von Russland unterhaltende Einrichtungen zu schließen: "Ich denke, eine der Fragen, die es nun zu stellen gilt, ist folgende: Warum dieses Ausmaß? Ist diese Reaktion angemessen? Vielleicht, vielleicht auch nicht, aber man muss darüber nachdenken. Wenn man in die Geschichte blickt, findet man keine vergleichbare Maßnahme in jüngster Vergangenheit".