Republikaner rufen US-Kongress auf, Völkermord an Jesiden anzuerkennen

Republikaner rufen US-Kongress auf, Völkermord an Jesiden anzuerkennen
Republikaner rufen US-Kongress auf, Völkermord an Jesiden anzuerkennen
Die US-Republikaner haben bei dem Kongress einen Gesetzentwurf eingebracht, den Völkermord an Jesiden sowie anderen religiösen Minderheiten im Irak, Syrien und Libyen anzuerkennen. Gemeinsam mit Senatoren aus den Bundesstaaten Texas, Michigan, Florida und Wisconsin hat das Mitglied des Repräsentantenhauses aus Kalifornien, Dana Rohrabacher, den entsprechenden Gesetzentwurf vorgelegt. „Die USA rufen auch andere Länder dazu auf, den Völkermord an diesen Gemeinschaften zu einzugestehen“, heißt es.

Dazu plädieren die Politiker auch für eine schnellere Datenbearbeitung für Vertreter dieser Minderheiten in den USA. Die Vereinigten Staaten sollten die Visa-Erteilung an sie erleichtern, ihnen Unterkunft bieten und einen Prioritätsstatus an sie verleihen, heißt es im Dokument. In einem RT-Interview haben Vertreter der Jesiden erzählt, dass ihr Volk sich „an der Grenze der Vernichtung“ befinde. 

Im Juni 2016 hatte der Deutsche Bundestag die Vertreibung der Armenier im Osmanischen Reich während des ersten Weltkriegs in einer Resolution als Völkermord verurteilt. Während Bundeskanzlerin Merkel versuchte, die Wogen zu glätten, zog die Türkei ihren Botschafter aus Deutschland ab. Staatspräsident Erdogan kündigte "ernsthafte Konsequenzen" für die deutsch-türkischen Beziehungen an.

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