Dänemark stockt Militärausgaben wegen „russischer Bedrohung“ auf

Dänemark stockt Militärausgaben wegen „russischer Bedrohung“ auf
Dänischer Verteidigungsminister Claus Hjort Frederiksen
„Wir beobachten, wie die Russen jetzt ihre Raketenkomplexe in Kaliningrad verstärken, die Kopenhagen erreichen können. Das ist natürlich ein ernstes Risiko“, zitiert Reuters den dänischen Verteidigungsminister, Claus Hjort Frederiksen. Darum wurde beschlossen, die Militärausgaben zu erhöhen. Der Beamte betonte den Druck, dem Dänemark als NATO-Mitglied ausgesetzt wird, weil das Königreich für seine Armee die von der Allianz geforderten zwei Prozent am BIP nicht ausgeben kann.

Unterdessen reagiert Russland und betrachtet die Verlegung von US-Panzern und anderen militärischen Fahrzeugen gemeinsam mit militärischem Personal nach Europa als eine Gefahr für die eigene nationale Sicherheit und Interessen. Dies betonte der Pressesprecher des Kremls, Dmitri Peskow. "Wir sehen dies als eine Drohung. Diese Handlungen stellen eine Gefahr für unsere Sicherheit und Interessen dar", sagte er und fügte hinzu, dass dies besonders dann gelte, "wenn ein drittes Land seine militärische Präsenz entlang unserer Grenzen steigert. [...] Und das ist nicht einmal ein europäisches Land."

Insgesamt 87 Kampfpanzer, 144 Bradley-Kampffahrzeuge und über 3.000 Soldaten sind derzeit auf dem Weg von Deutschland nach Polen. Die Brigaden sollen vorwiegend im westlichen Teil Polens eingesetzt werden. Es sind auch Übungen geplant, die im gesamten Land durchgeführt werden sollen. Nach den Militärübungen sollen die Soldaten auf Polen, Bulgarien, Rumänien und die baltischen Länder aufgeteilt werden. Eine Zentrale richtet die NATO in Deutschland ein.

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