Kalifornischer IT-Forscher entdeckt Sicherheitslücken bei WhatsApp

Kalifornischer IT-Forscher entdeckt Sicherheitslücken bei WhatsApp
Kalifornischer IT-Forscher entdeckt Sicherheitslücken bei WhatsApp
Der Experte der University of California Tobias Boelter hat festgestellt, dass der beliebte Messenger-Dienst WhatsApp verschlüsselte Nachrichten abfangen und dadurch die Unterhaltungen zugänglich machen kann. Seinem Bericht zufolge bestehe das Problem darin, dass die Software für nicht zugestellte Nachrichten ohne Wissen des Nutzers neue Schlüssel generieren kann, was verschiedenen Behörden eine Hintertür ins Schlüsselsystem offen lässt. Das Unternehmen hat den Vorwurf jedenfalls dementiert.

Im Oktober 2016 hat die global tätige Rechtsschutzorganisation Amnesty International ein Ranking der sichersten Online-Messenger erstellt. Auf die Liste schafften es insgesamt elf Unternehmen mit 16 Messengern, die in unterschiedlichen Teilen der Welt populär sind. Die Organisation setzte die aus verschiedenen Ländern stammenden Anbieter absichtlich auf eine gemeinsame Liste, da die Nutzervorteile sich in verschiedenen Regionen voneinander unterscheiden können.

WhatsApp beendet Support für veraltete Geräte

Amnesty International zufolge sind Whatsapp und der hauseigene Messenger, die beide zu Facebook gehören, am sichersten. Beide bekamen 73 Punkte von 100 möglichen. Vor allem war es aus Sicht der Organisation für eine positive Bewertung wichtig, dass man in einem Messenger eine Verschlüsselung aktivieren kann.

Bei sechs Messengern aus der Liste ist eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung installiert. Sie soll sicherstellen, dass Nachrichten, Fotos, Videos oder Anrufe auf dem Gerät des Absenders verschlüsselt und erst wieder entschlüsselt werden, sobald sie auf dem Empfängergerät ankommen. Nur der Absender und der Empfänger haben in diesem Fall den Schlüssel zu den Nachrichten. Zu diesen Messengern gehören WhatsApp, iMessage, FaceTime, Duo, Line und Viber.