BfV vermutet Russland hinter Cyberangriff auf OSZE

BfV vermutet Russland hinter Cyberangriff auf OSZE
BfV vermutet Russland hinter Cyberangriff auf OSZE
Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) hat im vergangenen Jahr einen Cyberangriff auf Computer der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) entdeckt. Nach Angaben der „FAZ“ sieht die Behörde nun Indizien für eine Attacke aus Russland. Zugleich beschuldigt die scheidende Administration in Washington den Kreml, die Hackerangriffe auf die Server der Demokratischen Partei orchestriert zu haben.

„Unsere Analyse ergab, dass die Angriffs-Infrastruktur die gleiche ist, die wir von anderen Cyberattacken im Zusammenhang mit der Angriffskampagne APT28 kennen - die Kampagne, die im vorletzten Jahr auch den Deutschen Bundestag betroffen hat“, zitiert die „FAZ“ den BfV-Präsidenten Hans-Georg Maaßen. „Bei APT28 liegen Indizien vor, die auf russische Quellen hindeuten.“ Das Kürzel „APT“ steht für Advanced Persistent Threat (auf Deutsch „Fortgeschrittene Andauernde Bedrohung“). Russland weist alle Vorwürfe wegen der Hackerattacken zurück.

Der österreichische Außenminister Sebastian Kurz und sein deutscher Amtskollege Frank-Walter Steinmeier während eines OSZE-Treffens in Hamburg, Deutschland, 9. Dezember 2016.