Japan ruft Botschafter aus Südkorea wegen Denkmals für "Trostfrauen" zurück

Japan ruft Botschafter aus Südkorea wegen Denkmals für "Trostfrauen" zurück
Japan ruft Botschafter aus Südkorea wegen Denkmals für "Trostfrauen" zurück
Japan ruft seinen Botschafter aus Südkorea vorübergehend zurück, berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf die japanische Regierung. Dies sei die Reaktion auf die Enthüllung eines Denkmals gegenüber dem japanischen Generalkonsulat, welches Frauen als Opfern sexueller Gewalt bei der japanischen Besatzung während des Zweiten Weltkrieges gewidmet ist. Außerdem breche die japanische Seite den Dialog über das Währungsaustausch-Abkommen ab.

Das Finanzministerium Südkoreas hat sein Bedauern über den Abbruch der geplanten Wirtschaftsverhandlungen zum Ausdruck gebracht. In diesem Zusammenhang erklärte der japanische Finanzminister Tarō Asō nach Angaben von Reuters, ohne Vertrauen könnten die beiderseitigen Beziehungen nicht stabilisiert werden. Das Denkmal wurde auf die Initiative der südkoreanischen Gesellschaftsorganisationen am 30. Dezember enthüllt. Es soll an die Frauen erinnern, die während des Zweiten Weltkrieges in japanischen Frontbordellen zwangsprostituiert worden waren. Nach Schätzungen von Historikern handle es sich um bis zu 200.000 Opfer aus Korea und China.

Der russische Präsident Wladimir Putin mit Japans Premier Shinzo Abe auf einem Judo-Wettkampf in der Kodokan Judo-Halle in Tokyo, 16. December 2016.