Neue wissenschaftliche These: Großfeuer nicht Eisberg verantwortlich für Untergang der Titanic

Neue wissenschaftliche These: Großfeuer nicht Eisberg verantwortlich für Untergang der Titanic
„The Independent“ nennt eine alternative Ursache des „Titanic“-Untergangs
Der britische Journalist Senan Molony hat die „Titanic“-Katastrophe mehr als 30 Jahre lang untersucht und ist zu dem Schluss gekommen, dass das Riesenschiff nicht nur wegen eines Eisbergs zugrunde gegangen sei. Zu der Tragödie habe ein Brand im Kohlenbunker führen können, schreibt die Zeitung „The Independent“. Dem Publizisten zufolge sei das Feuer noch vor der Abfahrt im englischen Southampton ausgebrochen. Die Reederei und die Besatzung hätten diese Tatsache vor den Passagieren verheimlicht.

Nach Angaben des Blattes analysierte Senan Molony mehrere Fotos der „Titanic“ vor der Abfahrt und nach der Tragödie. Auf diese Weise entdeckte der Journalist Rußspuren an einer Stelle des Rumpfbeschlags, die nach dem Zusammenstoß mit einem Eisberg beschädigt worden war. Senan Molony zufolge hätten sich die Ereignisse an Bord wie folgt entwickeln können: Wegen des Brandes, den die Mannschaft vergebens zu löschen versuchte, erhitzte sich der Rumpfbeschlag auf ungefähr 1.000°C, wodurch der Stahl brüchig wurde. Als die „Titanic“ am fünften Tag der Reise gegen den Eisberg stieß, ging die erhitzte Rumpfstelle kaputt. Auf diese Weise war die Kollision nicht die einzige Ursache des Schiffsunglücks, dem am 15. April 1912 rund 1.500 Menschen zum Opfer fielen.