13.000 Menschen verlassen Mossul innerhalb von fünf Tagen

13.000 Menschen verlassen Mossul innerhalb von fünf Tagen
13.000 Menschen verlassen Mossul innerhalb von fünf Tagen
Der Sprecher des UN-Generalsekretärs Stéphane Dujarric hat erklärt, dass aus dem nordirakischen Mossul innerhalb von fünf Tagen 13.000 Menschen geflohen seien. Insgesamt sei der tägliche Flüchtlingsstrom um 50 Prozent gestiegen – von 1.600 auf 2.300 Menschen. Seit dem Beginn der Anti-IS-Offensive hätten 130.000 Menschen die Stadt und ihre Umgebung verlassen, zitiert die Nachrichtenagentur „Interfaxt“ den UN-Beamten.

In der Umgebung der zweitgrößten irakischen Stadt Mossul läuft seit dem 17. Oktober eine Militäroffensive gegen den „Islamischen Staat“. Schiitische, kurdische und irakische Einheiten führen den Kampf am Boden. Derzeit sind im Irak auch Tausende US-Soldaten. Sie fungieren vorwiegend als Berater, beteiligen sich aber auch teilweise an den Kämpfen. Die US-geführte Koalition greift die Dschihadisten zudem aus der Luft an.

Der IS hat in der sunnitischen Bevölkerung des Irak deutlich an Rückhalt verloren. Dies hat jedoch nicht zur Folge, dass die Zentralregierung in Bagdad ohne spürbare Reformen an Prestige gewinnen würde.