Armenien und Aserbaidschan vermelden Verluste an der Grenze

Armenien und Aserbaidschan vermelden Verluste an der Grenze
Armenien und Aserbeidschan vermelden Verluste
Armeniens Verteidigungsministerium hat erklärt, dass Aserbaidschan bei einem Sabotageversuch bei dem armenischen Dorf Chinari bis zu sieben Soldaten verloren habe. Bei der Auseinandersetzung heute früh seien drei armenische Armeeangehörige getötet worden. Die Militärbehörde in Baku spricht ihrerseits von großen Verlusten unter den armenischen Soldaten, die versucht hätten, nach Aserbaidschan vorzudringen, berichtet die russische Nachrichtenagentur "Interfax".

Der Waffenstillstand in der selbsterklärten Republik Bergkarabach gilt offiziell seit dem Mai 1994. Seitdem kontrolliert die OSZE regelmäßig die Situation an der Kontaktlinie zwischen der armenischen und der aserbaidschanischen Armee. Der langjährige Konflikt hat sich in der Nacht zum 2. April 2016 wieder zugespitzt. Es kam zu heftigen Kampfhandlungen, bei denen Flugzeuge und Artillerie eingesetzt wurden. Die beiden Konfliktparteien beschuldigten einander wechselseitig, die Waffenruhe zu verletzen. Am 5. April konnte zwar ein neuer Waffenstillstand vereinbart werden. Dennoch berichten Jerewan und Baku seitdem fast täglich von Verstößen gegen die Waffenruhe.

 

 

 

Korrektur: In einer vorigen Version des Artikels hieß es, die Verluste wären aus der umstrittenen Region Bergkarabach gemeldet worden. Dem ist nicht so. Dieser Vorfall ereignete sich an der international anerkannten Grenzregion bei dem Dorf Chinari (siehe Karte).

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